Montag, 25. Mai 2015

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16.5.: Fahrt von Ende nach Boawe, hauptsächlich flach an der Küste entlang, siehe Bild. Am Ende der Etappe nochmal 600Höhenmeter um dann in Boawe in unsere einfache aber nette Unterkunft einzuziehen, mit Blick auf den Gunung Ebulobo (siehe Bild). Am nächsten Morgen nach einem netten Plausch mit den Locals (siehe Bild, die mittlere Dame war die Besitzerin des Guesthouses, allesamt herausgeputzt nach dem sonntäglichen Kirchenbesuch) ging es dann weiter:
Küstenstrasse nach Boawe
Locals von Boawe
Gunung Ebulobo
17.5.: Boawe nach Bajawa. Den ganzen Tag nur bergauf. Quasi durch alle Klimazonen der Insel. Abends haben sind wir dann noch 35km den Berg runter richtung Küste gefahren, die Aussicht auf die Landschaft bei Abenddämmerung war herrlich (haben uns vom Auto wieder hochkarren lassen, das war ein reiner Fotoshoot-Downhill ;)
Bajawa dient als Ausgangspunkt um einige traditionelle Dörfer zu besuchen, daher hatten wir hier einen Resting-Day. Leider war ich an dem Tag gesundheitlich etwas angeschlagen und habe den Tag daher im Guesthouse verbracht und konnte nicht in die Dörfer mit. War aber eine gute entscheidung, am nächsten Tag war ich wieder fit.
Feierabend-Fotoshooting-Abfahrt von Bajawa runter zur Küste
19.5.: Fahrt nach Borong. Unterwegs immer wieder den gleichen fahrenden Supermarkt getroffen (siehe Bild). Das Hotel dort war gerade frisch gebaut worden und eigentlich noch garnicht offen, aber wir hatten immerhin recht frische Matratzen (noch in Plastik eingepackt) und einen sehr netten, sehr jungen Staff (wenn auch absolut keine Ahnung vom Hotelgewerbe).
Fahrender Walmart
20.5.: Borong - Ruteng. 1500 Höhenmeter. Großartige Flora, Klimawechsel, hier beginnen langsam auch die Reisterassen. In Ruteng ein eher nobles Hotel erwischt, geiles Abendessen (wobei das immer geil war). Nachmittags nach der Ankunft haben sind wir direkt losgedüst um Liang Bua zu besuchen (wo 2003 der homo florensiensis gefunden wurde). Auf dem Rückweg wurde noch die schöne Landschaft mit den idyllischen Reisterassen bewundert (siehe Bild).
Reisterassen
21.5.: Ruteng - Lembor. Vorbei an den Spiderweb-Ricefields (gibts nur hier), in den einzelnen Clans wurden die Reisfelder unter den Nachkommen immer weiter aufgeteilt, was am Ende so aussieht (siehe Bild). Ankunft in Lembor: ein gewisser schock. Die Stadt ist hässlich, eher ein großer Truckstop. Wir machen hier nur halt, da die Etappe von Ruteng direkt nach Labuan Bajo 130km betragen würde, was machbar wäre, wenn am Ende nicht der härteste Anstieg der Tour anstehen würde. In Lembor gibt es nur eine Unterkunft, und die ist bevölkert von Arschlöchern. Die Matratze besteht zu 50% aus Schimmel und zu 50% aus dem alten Schweiß von 300 Truckern und deren Nutten. Dazu sengende Hitze, tausende Moskitos, und eben unzählige Arschlöcher die bis tief in die Nacht Krach machen, Countrymusik hören (!!) und einem ins Fenster rauchen. Wir beschließen um 5:30 loszuradeln um den Sonnenaufgang zu sehen und möglichst schnell aus diesem Drecksloch rauszukommen. Ich halt ja viel aus was räudige Unterkünfte angeht, aber das war ne nummer zu hart.
Spiderweb-Ricefields
22.5.: Letzte Etappe, Lembor nach Labuan Bajo. Start bei Sonnenaufgang. Das Licht ist perfekt: die Wolken lassen die Fabren durch, aber blocken die Sonnenstrahlen, somit bleibt der Dunst im Tal hängen und umspielt die Berge. Hab unzählige Fotos, und kann im Grund keine gescheite Auswahl treffen, hier hab ich nur Platz für eins.
Diese Berge sind die letzte Herausforderuung
Beim Frühstücks-stopp eine kleine Überraschung: da hält ein Motorradfahrer und fragt uns ob wir Werkzeuge haben, er hat ein Problem mit den Bremsen... den kenn ich doch denk ich mir, jepp, das is der Kerle den ich vor 5 Wochen in Medan (2000km nordwestlich von hier) im Guesthouse getroffen hab, der seit 12 Monaten mit dem Motorrad um die Welt fährt (ist in London gestartet). Indonesien ist klein (und Flores hat nur eine Hauptstraße, vielleicht liegts daran).
Die Fotoshooterei verzögert unsere Ankufnt am härtesten Hügel der Tour, so dass es dann doch pervers warm wird: 1000Höhenmeter auf 9km, also im Schnitt >10% steigung, dazu 32Grad, im Windschatten des Berges. Die Sportlerehre gebietet es, dass ich das ohne anzuhalten und ohne zu schieben packe (als einziger der Gruppe außer Alex, der quasi auf seinem Fahrrad lebt). Geschafft aber glücklich donnern wir die 1000hm wieder runter und rollen nach Labuan Bajo in die nobelste Unterkunft der Insel, springen in den Pool und trinken Bier.
Labuan Bajo, Blick in den Komodo Nationalpark
Ich latsch gleich noch in die Stadt und mache mir eine Unterkunft für meine letzten Tage sicher und buche so viele Tauchgänge wie in den restlichen Urlaub reinpassen
23.5: Letzter Tag mit der Gruppe, ein gemeinsamer Ausflug nach Rinca Island, eine von drei Inseln auf denen die Drachen noch leben. Netter spaziergang, große Echsen, fieses Fauchen, aber insgesamt nicht wahnsinnig spektakulär. Sehr cooler Bootstrip, auf der Rückfahrt cooles Schnorcheln vor Kanawa Island. Abends großes Abschiedsessen auf dem Fischmarkt mit der Gruppe (Alex und Colin sind morgens schon abgereist).
Die Gruppe: vlnr Russel, David, Allan, Ich, Charlie, Alex. Colin fehlt auf dem Foto, keine Ahnung warum (vielleicht verirrt, immerhin ist er fast blind und 72 Jahre alt)
24.5.: Ich ziehe früh morgens (6 Uhr) ins Palulu Garden Homestay über dem Hafen um, sehr nette Familie, sehr coole Unterkunft. Tauchen gehts mit Uber-Diving (kein scheiß, die heißen so!). Mantarochen, Haie, Schildkröten, Thunfische, Mantisshrimp, Lionfish blablablabla. Fazit: ich hätte nicht gedacht dass Pulau Weh zu toppen wäre, aber das hier schaffts. Somit bin ich jetzt nur noch am Tauchen, das Boot geht morgens um 7:30 los und gegen 17 Uhr komm ich heim und bin platt.


So, das wars mit dem Blog, morgen noch Tauchen, übermorgen noch chillen (oder doch nochmal tauchen...?) und am Donnerstag geht der Flug in die Heimat (heute ist Montag).

Danke fürs Lesen, danke an mein Engelchen Lena, dass sie mir diesen Egotrip durchgehen lässt, danke an all die grandiosen Menschen die ich treffen durfte!

Friedrich



Mit Blick auf die DragonBay von Rinca Island




1 Kommentar:

  1. Danke, dass wir an deiner tollen Reise teilhaben durften und du uns immer das Gefühl gegeben hast, dass es dir richtig gut geht!

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