Montag, 25. Mai 2015

Letzter Eintrag

16.5.: Fahrt von Ende nach Boawe, hauptsächlich flach an der Küste entlang, siehe Bild. Am Ende der Etappe nochmal 600Höhenmeter um dann in Boawe in unsere einfache aber nette Unterkunft einzuziehen, mit Blick auf den Gunung Ebulobo (siehe Bild). Am nächsten Morgen nach einem netten Plausch mit den Locals (siehe Bild, die mittlere Dame war die Besitzerin des Guesthouses, allesamt herausgeputzt nach dem sonntäglichen Kirchenbesuch) ging es dann weiter:
Küstenstrasse nach Boawe
Locals von Boawe
Gunung Ebulobo
17.5.: Boawe nach Bajawa. Den ganzen Tag nur bergauf. Quasi durch alle Klimazonen der Insel. Abends haben sind wir dann noch 35km den Berg runter richtung Küste gefahren, die Aussicht auf die Landschaft bei Abenddämmerung war herrlich (haben uns vom Auto wieder hochkarren lassen, das war ein reiner Fotoshoot-Downhill ;)
Bajawa dient als Ausgangspunkt um einige traditionelle Dörfer zu besuchen, daher hatten wir hier einen Resting-Day. Leider war ich an dem Tag gesundheitlich etwas angeschlagen und habe den Tag daher im Guesthouse verbracht und konnte nicht in die Dörfer mit. War aber eine gute entscheidung, am nächsten Tag war ich wieder fit.
Feierabend-Fotoshooting-Abfahrt von Bajawa runter zur Küste
19.5.: Fahrt nach Borong. Unterwegs immer wieder den gleichen fahrenden Supermarkt getroffen (siehe Bild). Das Hotel dort war gerade frisch gebaut worden und eigentlich noch garnicht offen, aber wir hatten immerhin recht frische Matratzen (noch in Plastik eingepackt) und einen sehr netten, sehr jungen Staff (wenn auch absolut keine Ahnung vom Hotelgewerbe).
Fahrender Walmart
20.5.: Borong - Ruteng. 1500 Höhenmeter. Großartige Flora, Klimawechsel, hier beginnen langsam auch die Reisterassen. In Ruteng ein eher nobles Hotel erwischt, geiles Abendessen (wobei das immer geil war). Nachmittags nach der Ankunft haben sind wir direkt losgedüst um Liang Bua zu besuchen (wo 2003 der homo florensiensis gefunden wurde). Auf dem Rückweg wurde noch die schöne Landschaft mit den idyllischen Reisterassen bewundert (siehe Bild).
Reisterassen
21.5.: Ruteng - Lembor. Vorbei an den Spiderweb-Ricefields (gibts nur hier), in den einzelnen Clans wurden die Reisfelder unter den Nachkommen immer weiter aufgeteilt, was am Ende so aussieht (siehe Bild). Ankunft in Lembor: ein gewisser schock. Die Stadt ist hässlich, eher ein großer Truckstop. Wir machen hier nur halt, da die Etappe von Ruteng direkt nach Labuan Bajo 130km betragen würde, was machbar wäre, wenn am Ende nicht der härteste Anstieg der Tour anstehen würde. In Lembor gibt es nur eine Unterkunft, und die ist bevölkert von Arschlöchern. Die Matratze besteht zu 50% aus Schimmel und zu 50% aus dem alten Schweiß von 300 Truckern und deren Nutten. Dazu sengende Hitze, tausende Moskitos, und eben unzählige Arschlöcher die bis tief in die Nacht Krach machen, Countrymusik hören (!!) und einem ins Fenster rauchen. Wir beschließen um 5:30 loszuradeln um den Sonnenaufgang zu sehen und möglichst schnell aus diesem Drecksloch rauszukommen. Ich halt ja viel aus was räudige Unterkünfte angeht, aber das war ne nummer zu hart.
Spiderweb-Ricefields
22.5.: Letzte Etappe, Lembor nach Labuan Bajo. Start bei Sonnenaufgang. Das Licht ist perfekt: die Wolken lassen die Fabren durch, aber blocken die Sonnenstrahlen, somit bleibt der Dunst im Tal hängen und umspielt die Berge. Hab unzählige Fotos, und kann im Grund keine gescheite Auswahl treffen, hier hab ich nur Platz für eins.
Diese Berge sind die letzte Herausforderuung
Beim Frühstücks-stopp eine kleine Überraschung: da hält ein Motorradfahrer und fragt uns ob wir Werkzeuge haben, er hat ein Problem mit den Bremsen... den kenn ich doch denk ich mir, jepp, das is der Kerle den ich vor 5 Wochen in Medan (2000km nordwestlich von hier) im Guesthouse getroffen hab, der seit 12 Monaten mit dem Motorrad um die Welt fährt (ist in London gestartet). Indonesien ist klein (und Flores hat nur eine Hauptstraße, vielleicht liegts daran).
Die Fotoshooterei verzögert unsere Ankufnt am härtesten Hügel der Tour, so dass es dann doch pervers warm wird: 1000Höhenmeter auf 9km, also im Schnitt >10% steigung, dazu 32Grad, im Windschatten des Berges. Die Sportlerehre gebietet es, dass ich das ohne anzuhalten und ohne zu schieben packe (als einziger der Gruppe außer Alex, der quasi auf seinem Fahrrad lebt). Geschafft aber glücklich donnern wir die 1000hm wieder runter und rollen nach Labuan Bajo in die nobelste Unterkunft der Insel, springen in den Pool und trinken Bier.
Labuan Bajo, Blick in den Komodo Nationalpark
Ich latsch gleich noch in die Stadt und mache mir eine Unterkunft für meine letzten Tage sicher und buche so viele Tauchgänge wie in den restlichen Urlaub reinpassen
23.5: Letzter Tag mit der Gruppe, ein gemeinsamer Ausflug nach Rinca Island, eine von drei Inseln auf denen die Drachen noch leben. Netter spaziergang, große Echsen, fieses Fauchen, aber insgesamt nicht wahnsinnig spektakulär. Sehr cooler Bootstrip, auf der Rückfahrt cooles Schnorcheln vor Kanawa Island. Abends großes Abschiedsessen auf dem Fischmarkt mit der Gruppe (Alex und Colin sind morgens schon abgereist).
Die Gruppe: vlnr Russel, David, Allan, Ich, Charlie, Alex. Colin fehlt auf dem Foto, keine Ahnung warum (vielleicht verirrt, immerhin ist er fast blind und 72 Jahre alt)
24.5.: Ich ziehe früh morgens (6 Uhr) ins Palulu Garden Homestay über dem Hafen um, sehr nette Familie, sehr coole Unterkunft. Tauchen gehts mit Uber-Diving (kein scheiß, die heißen so!). Mantarochen, Haie, Schildkröten, Thunfische, Mantisshrimp, Lionfish blablablabla. Fazit: ich hätte nicht gedacht dass Pulau Weh zu toppen wäre, aber das hier schaffts. Somit bin ich jetzt nur noch am Tauchen, das Boot geht morgens um 7:30 los und gegen 17 Uhr komm ich heim und bin platt.


So, das wars mit dem Blog, morgen noch Tauchen, übermorgen noch chillen (oder doch nochmal tauchen...?) und am Donnerstag geht der Flug in die Heimat (heute ist Montag).

Danke fürs Lesen, danke an mein Engelchen Lena, dass sie mir diesen Egotrip durchgehen lässt, danke an all die grandiosen Menschen die ich treffen durfte!

Friedrich



Mit Blick auf die DragonBay von Rinca Island




Freitag, 15. Mai 2015

Die weiteren Tage

Nach einem gechillten Tag in Maumere ging die Fahrt weiter in ein weiteres Kloster mit abartig geilem Ausblick. Spaziergang durchs Dorf zum Strand, abends den Sonnenuntergang bestaunt und morgens wieder früh los (meist 6:30 Frühstück, 7:00 Abfahrt).
Ankunft in "Moni", verschlafenes Nest dass einigen Touristen als Ausgangspunkt zum Kelimutu-Nationalpark dient. Ebenso uns. Hier sind die drei Kraterseen, die alle paar Monate oder Jahre ganz plötzlich ihre Farbe wechseln. Sonnenaufgangstour war geplant (Aufstehen 4 Uhr), dort dann leider nur Nebel und Wolken. Etwas frustriert fahren wir zurück (sind mit dem Auto hochgefahren, da es 1000höhenmeter mit starkem Gradient sind). Am Nachmittag (achja es ist ein Resting-Day) fahren wir nochmal hoch, Alex Charlie und ich sind clever genug unsre Bikes in den Pickup zu schmeißen. Oben grandiose Sicht, faszinierte Natur, und danach 1000Höhenmeter Abfahr mit wirklich unglaublichen Ausblicken über die Insel in der Abenddämmerung. Grandios.
Heute sind wir in "Ende" angekommen, bevölkerungsmäßig die größte Stadt hier. Und wir haben funktionierendes Wifi :)

Und jetzt das eigentliche, die Bilder:
Kelimutu Kraterseen

Amazing amazing amazing

Abfahrt von Kelimutu

Coole Kulisse, lässiges Outfit.

chillin' with the locals

niedliches Dorf, aufgeregte Kinder

again, chillin' with the locals

auch Reisterassen gibts hier

alle 50 Meter muss man anhalten und den Blick geniessen

my precious ride

Kraterseen Kelimut

Eine Sache fällt mir grad noch ein, relativ spassig: wirklich jeder männliche Bewohner der Insel rennt mit einer Machete rum, so ab ca. 6 Jahre. Das kann etwas befremdlich wirken, wenn eine Schulklasse völlig aufgeregt wegen der dämlichen Touristen die so arm sind dass sie sich kein Motorrad leisten können, hinter einem herrennt. Also 30 8 jährige mit riesigen Schwertern, schreiend hinter einem den Berg hochjagen. Gibt einem einen gewissen Geschwindigkeitsschub.
Davon abgesehen sind die Einheimischen unglaublich freundlich, sehr neugierig, warum man denn sowas komisches macht, und voller Bewunderung über die Aufgabe die man sich gestellt hat.

Bis denn,
Friedrich

paar bilder...

Kann da nicht so viel zu schreiben, gibt einfach ein paar Bilder von den ersten beiden Tagen :)







Montag, 11. Mai 2015

Der Trip

Hallo zusammen,

am 7.5. bin ich vormittags von Gili Air mit dem Boot nach Bangsal, von dort (an hunderten Touroperatorn vorbeigeschlängelt) zum Taxistand und ab nach Mataram. Die Fahrt war wieder recht cool, die Insel Lombok ist wirklich extrem schön. Mataram hingegen ist nicht wirklich erwähnenswert. Meine Erkältung hat sich gottseidank deutlich gebessert. Am Morgen mit dem Taxi zum Flughafen, in den Flieger nach Denpasar. Dort zum Transitschalter, nochmal abklären, ob das wirklich funktioniert im Transitflughafen noch ein Fahrrad auf meinen Namen einzuchecken (da mein Mietbike von Alex gestellt wird, und der wohnt auf Bali...). Zum Checkin-Schalter, und da standen dann auch schon 3 Leute mit Fahrradhelmen an ihren Rucksäcken. Fahrrad einchecken hat problemlos geklappt, Flug nach Flores war extrem cool (klare Sicht, niedrige Flugtiefe, grandioser Blick über Lombok, Tengarra, Komodoislands und Flores). In Maumere haben wir dann Colin getroffen, der die ganze Tour organisiert. 3 Stunden fahrt im Van nach Larantuka.
Am Samstag dann die erste Etappe: Larantuka nach Hokeng. Start mit etwas Verzögerung (Frühstück um 6:30 wird vom Koch manchmal als "ich steh um 6:25 auf und fang an zu kochen" verstanden). Mein Bike: ein Surley "Long Haul Trucker". Die Referenz (bzw der Archtyp) des Tourenbikes. Fährt sich grandios, top in Schuss, ein Traum auf dem Ding zu Radeln.
Die Landschaft: umwerfend. Die Menschen: freundlich und regelrecht fanatisch (da kommt so einmal pro Jahr ein weißer Mensch auf nem Fahrrad vorbei...).
Ankunft nach gediegenen 53km gegen 2 Uhr in Hokeng in einem Kloster, das eben auch Gäste beherbergen kann. Die Beine machen gut mit, die Erkältung ist verflogen.

Die Gruppe: sehr interessante Menschen. Allan, Dr. der Psychologie mit Schwerpunkt auf Education. David, organisator von Goldminen in Thailand und Sulawesi. Russel, netter Kerl, weiß noch garnet so was der macht. Charlie, Organisatorin von Cycling-Touren und Cycle-Events in Australien, mit ihrem Mann Besitzerin der Farren-Collection (Sammlung historischer Fahrräder in Sydney) und Autorin des Buches "Bicycles through Time". Die ist quasi schon um die ganze Welt geradelt. Colin, 70 Jahre, Übersetzer und Indonesisch-Professor in Sydney, als Hauptjob wohl Vermittler zwischen Government und rural communities auf Sulawesi, lebt seit 50 Jahren primär in Indonesien und radelt durchs Land. Alex, arbeitet mit Colin zusammen und ist hier als Guide dabei, in meinem Alter, lebt seit >10 Jahren in Asien, gelernter Küchenmanager, sobald er etwas Geld verdient hat radelt er durch den Kontinent. (Zuletzt von China durch Vietnam nach Thailand), und hat jetzt sein Hobby zum Beruf gemacht.

Zweiter Tag: Hokeng nach Soa (kurz vor Maumere). Knapp 80 km, aber 25 davon gehen nur Bergab. Die Landschaft erneut grandios, Unterkunft in einem upscale (für indonesische Verhältnisse) Beachbungalowresort. Extrem entspannend, hier wird ein Rest-Day eingelegt, heute ein bisschen Maumere besichtig (größte Stadt auf Flores), ansonsten im Meer geschwommen und gechillt.

Morgen gehts nach Paga, dort wieder Unterkunft in einem Seminary, der  Tag hat nur 54. Danach wirds kontinuierlich härter werden, die Berge der Insel werden  höher je weiter wir nach Osten kommen.

Das Internet hier ist selten und langsam und momentan nur per Handy-Tethering möglich, daher kann ich grad kaum Bilder hochladen...


Dienstag, 5. Mai 2015

Gili Air

Hi,

Bin nach 2 Nächten in der ersten Unterkunft dann noch in einen anderen Bungalow an einem (noch) ruhigeren Eck der Insel abgestiegen. Ansonsten pendel ich zwischen Terasse, Strand, Meer, Strandbar. Gester war ich einmal Tauchen, unzählige riesige Meeresschildkröten sowie einen wirklich großen BlacktipShark und ein WhitetipSharkBaby gesehen. Allerdings bin ich jetzt ziemlich erkältet mit Halsschmerzen und Husten, so dass ich gestern und heute nur im Bungalow verbringe und hoffe, in 3 Tagen (da geht die Radtour los) wieder ausreichend fit zu sein. Morgen nehm ich ein Boot nach Bangsal und dann ein Taxi nach Maratam, dann gemütlich am Tag danach morgens zum Flughafen. 30 Minuten Flug von Lombok nach Bali, dort am Flughafen treffe ich dann die Gruppe für die Radtour.
Tschoe
Friedrich
Die Hauptstraße der Insel

cooking class :)

Sonnenaufgang vom Bett aus

Strand (aber kurz vorm Gewitter)

Samstag, 2. Mai 2015

Gunung Rinjani: done.

Das war ein Trip. Hui. Am Flughafen Lombok hat mich mein Fahrer abgeholt, um mich nach Senaru, dem Ausgangsdorf für Rinjani-treks zu fahren. Dauer ca. 3,5Stunden. Schöne Insel. In Senaru im Guesthouse angekommen, mal wieder einziger Tourist. Ich solle auf der Veranda warten, mein Guide käme dann gleich. Nach dem Abendessen kam der Guide, und erzaehlt mir erstmal, dass es gar keine Gruppe gäbe, sondern ich alleine bin (obwohl ich explizit in einer Gruppe trekken wollte, zumal das billiger ist). Die anderen Gruppenleute hätten einen Motorbikeunfall gehabt... jaja. Dazu wollte er dann mehr Geld haben als per Mail mit seiem Boss ausgemacht (da ich ja alleine bin). Das hab ich verweigert, nachdem ich ihm die Emails gezeigt hatte in denen ich nach einer Gruppe gefragt habe und den Preis bestätigt bekommen habe, war er dann einverstanden. Ätzend, aber leider oft so in Südostasien. Nicht umsonst gibt es den Begriff der "Lombok Mafia", da die trickbetrügerei hier leider ziemliche Ausmaße hat. Etwas angesäuert bin ich dann ins Bett gegangen.
Am nächsten morgen treffe ich ein paar andere Touristen beim Frühstück,jeder hat mit einer anderen company gebucht, teils in Gruppen, teils alleine, alle fühlten sich irgendwie abgezockt. Nett wenn man gleich Gemeinsamkeiten findet ;). Fahrt nach Sembalun, wo der Trek losgeht. Der erste Blick auf den zu erklimmenden Gipfel:
sieht noch unspektakulär aus
Beginn auf ca. 1100m Höhe. Über glühende Felder ohne Schatten gehts 2 Stunden bergauf, dann kochen mein Träger und mein Guide erstmal dick gebratene Nudeln für mich. Zudem gibts bei jedem Stop "Drink, sir? Coffe or Tea?". Ganz cooler Service.
Die Träger schleppen hier übrigens jeder 60kg in Flipflops auf den Berg, das ist abartig...
Nach dem ersten Stop gehts in den Nebelsee:

und nach weiteren 4 Stunden brutalem Aufstieg

erklimmen wir den Kraterrand, und es zeigt sich mir diese derbe Anblick:

Eine weitere Stunde später haben wir den Campground erreicht, auf 2639m über dem Meeresspiegel. Der Gipfel erscheint recht nah, aber liegt schlappe 1100 Höhemeter über uns.
dem Gipfel so nah...
best. campsite. ever.
 Nach ausgiebigem Abendessen und netten Gesprächen mit den Zeltnachbarn gehe ich schlafen (19 Uhr, aber ich war platt.). Coole Sache an der ärgerlichen Planung: ich habe ein dreimannzelt für
mich alleine. Auch angenehm. Die Nacht wird kurz und kalt (ca 10 Grad, sehr feucht).
Weckruf um 2 Uhr, Coffe or Tea? Dazu Schokokekse. 2:15: Beginn aufstieg. Alles an Kleidung mitgenommen was ich habe, Handschuhe an, Kopflampe auf, und ab gehts. 3,5 Stunden steilst bergauf, in Geröll, 2 Schritt vor, einer zurück. Vorbei ein vielen Touries, die unterschätzt haben, was es bedeutet, einen solchen Berg zu besteigen. Wir sind ziemlich schnell im Vergleich zu den anderen, ich bin da schon etwas stolz auf mich. 6 Uhr: Ankunft auf dem gipfel, 3726m (oder so). 20 Minuten vor Sonnenaufgang. Die Aussicht: pervers. Das Feeling: grandios. Cookies zur Belohnung, alle um mich herum ein seeliges erschöpftes Grinsen im Gesicht (wurde regelrecht voll da oben, locker 100 Leute).
erster Ausblick, hinten rechts sieht man Bali

heppi.

Hier ein Bild der Aufstiegsroute:
Nach einer Stunde des Genießens abwärts: mehr rennen als laufen, nach einer Stunde sind wir im Camp, der Träger hat mir zwei extradicke Bananpancakes gezaubert.

Der rest des harten Tags kommt aber noch: wir steigen runter zum Kratersee, auf 2000m. Nach 3 Stunden kommen wir bei den heißen Quellen an, ich nehme ein ausgiebiges Bad, während der Porter mir Mixed vegetables und Nasi Goreng kocht. Gegessen wird leider im Regen unter einer Plastikplane.
Danach der Aufstieg auf die andere Seite des Kraters, wieder hoch auf 2641 Meter. Genialste Campsite aller Zeiten, aber der Aufstieg war mehr Klettern als Wandern, und oben bin ich dann wirklich wirklich geschafft.
sonnenuntergang



Zum Abendessen hab ich ein nettes Video dass ihr daheim dann sehen werdet. Wieder nett mit anderen Zeltnachbarn geplaudert und um 8 Uhr schlafen gegangen, dieses mal wars angenehm warm im Zelt und ich ratze durch bis morgens 5:30. Aufstehen um den Sonnenaufgang zu sehen, dieses Mal mit Blick auf den (noch aktiven) Vulkan im Vulkan.
vulcano in the vulcano (still active)
Nach Fried Bananas und Abschied von den vielen netten Leuten die ich da kennengelernt habe, und wir machen uns wieder auf den Weg nach unten auf 900m. Gegen 10 kommen wir im Office an und ich werde nach Bangsal gefahren, wo ich ein Schnellboot nach Gili Air besteige. Während der Zimmersuche regnet es leider, aber das Zimmer ist groß, schön, sauber, warme Dusche (OH MEIN GOTT DAS WAR DIE GEILSTE DUSCHE MEINES LEBENS), Aircon...
Alles in allem: das war zwar hart, aber GANZ so hart wie man im Netz liest auch wieder nicht (da ist immer von "the hardest thing you will ever do" die Rede... naja.). Ist halt ordentliches Bergwandern, und am Gipfeltag sinds locker 12 Stunden Lauferei, mit knapp 2000 Höhenmetern rauf und runter. Zwei drittel der Leute, die den Trek in Angriff nehmen, sollten das nicht tun, weil sie nicht fit genug sind. Die Höhenkrankheit ist weniger da Problem (man befindet sich nur 2 Stunden über 3000Metern), aber die Anstrengungen, gepaart mit den echt schweren Verhältnissen (slippery, steep) sind einfach nix für untrainierte Menschen. Dennoch wird das immer wieder von den Companies als "lazy trek" angeworben...

Jetzt noch Abendessen und dann schlafen. Die nächsten Tage: Nix geplant ausser chillen, eventuell n bisschen Tauchen (geht hier sehr gut).
Cheers
Friedrich
Ausblick nach Sonnenuntergang vor dem Abstieg am letzten Tag


Dienstag, 28. April 2015

Goodbye Sumatra

Was ein Trip. Definitiv das aufregendste und anstrengenste "traveln" bisher. So ohne touristische Infrastruktur ist das halt doch nochmal was anderes. Aber war eine sehr coole Erfahrung und wirklich wirklich cool.
Hock jetzt wieder in Medan, dadurch dass ich hier in dem Eck schonmal war ist das jetzt auch weniger stressig. Bin heute Mittag zum Warung (=restaurant) an der Ecke. Wie oft in Indonesien ist das ne Art Buffet, man kriegt ne Schüssel Reis und zeigt dann auf die Gerichte, die man haben will. Die Dame war so erfreut über meinen Besuch, dass sie mir wärmstens quasi alles empfohlen hat. Tintenfisch, "small salty fisch"(quasi deepfried Sardellen), Chicken in Currypulver, Sojabohnensalat, Jackfruit-Curry (saugeil). Aber: dazu das wirklich schärfste Sambal dass ich je gegessen habe. Meine Scheiße hats mir das Gesicht weggebrannt. Bei 32°im Schatten in ner verdreckten Großstadt läuft da ganz schön der Schweiß. 
Jetzt nochmal kalt duschen und bald schlafen, heute Nacht um 4 geht der Wecker (jetzt ist es 20:30), um 4:30 kommt das Taxi zum Flughafen. Flug nach Lombok (über Surabaya), wo ich (hoffentlich) von der Trekkingagentur abgeholt werde. Werde eine Nacht in Senaru (ausganspunkt für die Besteigungen) verbringen. Keine Ahnung wie da Wlan oder Internetempfang ist, also melde ich mich evtl erst am 2.5. wieder. Am Ende der Tour werde ich nach Bangsal gebracht, von wo aus die Boote auf die Gili-Inseln fahren (mal wieder ne Runde chillen und evtl tauchen). Ist aber unklar ob ich da noch ein Boot erwische, oder eventuell eine Nacht in Bangsal bleiben muss (wäre auch kein Weltuntergang, aber cooler wärs schon direkt auf Gili Air anzukommen). Kann mich bisher für keine Unterkunft entscheiden und werde "walk-in" machen. Und ich liebäugele für ein oder zwei Nächte mit ner Luxushütte (Aircon, Zimmerservice, Pool). Nachdem meine letzten Nächte 4,50 Euro pro Nacht gekostet haben... (dazu natürlich die Bike-leihgebür von 90cent/tag und das unsäglich teure Essen von 1-2 Euro pro Mahlzeit). Achja, das Taxi zum Flughafen kostet immerhin 10 Euro und der Flug ganze 60...

Bis später!
Friedrich

Montag, 27. April 2015

paar Bilder

Heute nochmal 81km runtergeradelt, war wieder sehr cool. Das Bike war aber harter schrott, aber es hat gehalten :)
Hier ein paar Bilder, dann gibts wohl ein Weilchen keinen Eintrag (morgen Medan, übermorgen Flug nach Lombok, dann 2 Nächte Trekking, danach vermutlich auf die Insel Gili Air).

Bis denn
Friedrich

Los gehts mit der ersten Schrottmühle, die aber echt gut gerollt ist.

Hier wurden mal Urteile verkündet und vollstreckt.

Man ihnen nicht entkommen, den Schwaben. Erst Kreuzberg, dann Samosir.

Batakhaus

Gräber

Radeln macht durstig: Javanese iced Coffee und mixed Fruit Juice im Buddah-Cafe, das sich spontan zu meinem Stammcafe hier entwickelt hat (war 3 mal da in 2 Tagen)

Zweiter Radeltag: wieder Buddahcafe, diesmal Pancake mit Früchten

Gräber auf den Feldern