Am nächsten morgen treffe ich ein paar andere Touristen beim Frühstück,jeder hat mit einer anderen company gebucht, teils in Gruppen, teils alleine, alle fühlten sich irgendwie abgezockt. Nett wenn man gleich Gemeinsamkeiten findet ;). Fahrt nach Sembalun, wo der Trek losgeht. Der erste Blick auf den zu erklimmenden Gipfel:
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| sieht noch unspektakulär aus |
Die Träger schleppen hier übrigens jeder 60kg in Flipflops auf den Berg, das ist abartig...
Nach dem ersten Stop gehts in den Nebelsee:
und nach weiteren 4 Stunden brutalem Aufstieg
erklimmen wir den Kraterrand, und es zeigt sich mir diese derbe Anblick:
Eine weitere Stunde später haben wir den Campground erreicht, auf 2639m über dem Meeresspiegel. Der Gipfel erscheint recht nah, aber liegt schlappe 1100 Höhemeter über uns.
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| dem Gipfel so nah... |
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| best. campsite. ever. |
mich alleine. Auch angenehm. Die Nacht wird kurz und kalt (ca 10 Grad, sehr feucht).
Weckruf um 2 Uhr, Coffe or Tea? Dazu Schokokekse. 2:15: Beginn aufstieg. Alles an Kleidung mitgenommen was ich habe, Handschuhe an, Kopflampe auf, und ab gehts. 3,5 Stunden steilst bergauf, in Geröll, 2 Schritt vor, einer zurück. Vorbei ein vielen Touries, die unterschätzt haben, was es bedeutet, einen solchen Berg zu besteigen. Wir sind ziemlich schnell im Vergleich zu den anderen, ich bin da schon etwas stolz auf mich. 6 Uhr: Ankunft auf dem gipfel, 3726m (oder so). 20 Minuten vor Sonnenaufgang. Die Aussicht: pervers. Das Feeling: grandios. Cookies zur Belohnung, alle um mich herum ein seeliges erschöpftes Grinsen im Gesicht (wurde regelrecht voll da oben, locker 100 Leute).
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| erster Ausblick, hinten rechts sieht man Bali |
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| heppi. |
Hier ein Bild der Aufstiegsroute:
Nach einer Stunde des Genießens abwärts: mehr rennen als laufen, nach einer Stunde sind wir im Camp, der Träger hat mir zwei extradicke Bananpancakes gezaubert.
Der rest des harten Tags kommt aber noch: wir steigen runter zum Kratersee, auf 2000m. Nach 3 Stunden kommen wir bei den heißen Quellen an, ich nehme ein ausgiebiges Bad, während der Porter mir Mixed vegetables und Nasi Goreng kocht. Gegessen wird leider im Regen unter einer Plastikplane.
Danach der Aufstieg auf die andere Seite des Kraters, wieder hoch auf 2641 Meter. Genialste Campsite aller Zeiten, aber der Aufstieg war mehr Klettern als Wandern, und oben bin ich dann wirklich wirklich geschafft.
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| sonnenuntergang |
Zum Abendessen hab ich ein nettes Video dass ihr daheim dann sehen werdet. Wieder nett mit anderen Zeltnachbarn geplaudert und um 8 Uhr schlafen gegangen, dieses mal wars angenehm warm im Zelt und ich ratze durch bis morgens 5:30. Aufstehen um den Sonnenaufgang zu sehen, dieses Mal mit Blick auf den (noch aktiven) Vulkan im Vulkan.
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| vulcano in the vulcano (still active) |
Alles in allem: das war zwar hart, aber GANZ so hart wie man im Netz liest auch wieder nicht (da ist immer von "the hardest thing you will ever do" die Rede... naja.). Ist halt ordentliches Bergwandern, und am Gipfeltag sinds locker 12 Stunden Lauferei, mit knapp 2000 Höhenmetern rauf und runter. Zwei drittel der Leute, die den Trek in Angriff nehmen, sollten das nicht tun, weil sie nicht fit genug sind. Die Höhenkrankheit ist weniger da Problem (man befindet sich nur 2 Stunden über 3000Metern), aber die Anstrengungen, gepaart mit den echt schweren Verhältnissen (slippery, steep) sind einfach nix für untrainierte Menschen. Dennoch wird das immer wieder von den Companies als "lazy trek" angeworben...
Jetzt noch Abendessen und dann schlafen. Die nächsten Tage: Nix geplant ausser chillen, eventuell n bisschen Tauchen (geht hier sehr gut).
Cheers
Friedrich
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| Ausblick nach Sonnenuntergang vor dem Abstieg am letzten Tag |












Einfach nur grandios diese Fotos!
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